
Dieses Verfahren ist aus einer modernen
Härterei nicht mehr wegzudenken.
Die Vorteile einer sauberen Oberfläche ohne Beeinflussung
durch Zunderbildung,
Ent- bzw. Aufkohlung ist heute Stand der Technik.
Auch das Maßänderungs- bzw. Verzugsverhalten der Bauteile hat sich gegenüber
den herkömmlichen Verfahren deutlich verbessert. Man sollte allerdings
nicht vergessen, dass auch hier das Schlagwort "VERZUGSFREI" nicht
seriös ist, da die Physik auch im Vakuum nicht umgangen werden kann. Das
mittlerweile auch die Technik im Ofenbau nicht stehen geblieben ist, liegt
auf der Hand.
Die Fa. HTR setzt eine neue Generation von Vakuumöfen ein. Diese haben
ein neues patentiertes Kühlsystem, mit der Wahlmöglichkeit verschiedener
Strömungsrichtungen beim Abschrecken, welches wiederum dem Verzugs- bzw.
Maßänderungsverhalten zugute kommt. Durch das von uns eingesetzte Patent
können auch Materialien im Vakuum behandelt werden, die bisher nur ölhärtbar
waren (z. B. 1.2842, 100 Cr 6). Natürlich ist hier eine Dimensionsbegrenzung
logisch.
Wie läuft ein solcher Prozess ab?
- Die Teile werden gewaschen und fachgerecht chargiert
- Nachdem die Charge im Ofen ist, werden Thermoelemente gesetzt. Dies
ist neben der Chargierung ein wesentlicher Vorgang. Indem wir die Chargen
nicht empirisch fahren, sondern der Bauteil bzw. ein Referenzstück die
Anlage regeln, kommt diesem Schritt große Bedeutung zu.
- Bevor die Anlage geschlossen wird, muss die Charge nochmals kontrolliert
und freigegeben werden. Dazu gehört auch das Programmieren des Ofens
und der Zyklusstart. Dies geschieht durch autorisiertes und hochqualifiziertes
Fachpersonal.
- Um im unteren Temperaturbereich (bis ~700°C) Anwärmspannungen
zu vermeiden, wird die Anlage konvektiv hochgeheizt (Stickstoffumwälzung).
Erst nach der optimalen Durchwärmung wird die Anlage endgültig evakuiert.
Der Zyklus wird dann mit Strahlungswärme unter Vakuum weitergefahren.
- Nach
der Haltezeit auf Härtetemperatur gibt der Bauteil bzw. das Referenzstück
Signal zum Abschrecken. Dies geschieht mit N2 - Überdruck, wie schon
beschrieben.
- Die Anlage kann nach Beendigung des Prozesses nur im kalten
Zustand (unter 60°C) geöffnet und dechargiert werden. Dies gewährleistet
oxydationsfreie Bauteile.
Alle diese beschriebenen Verfahrensvorteile
bzw. Verfahrensabläufe versetzen uns in die Lage, eine schon bewährte
Technik weiter zu verbessern und zu optimieren. Ein optimal wärmebehandelter
Bauteil ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Werkzeug,
und wir sorgen mit unseren modernsten Verfahrens- und Anlagentechnologien
dafür.
VAKUUMHÄRTEN
Ofengröße: 1200 x 900 x 900 mm